Mit einer harmonisierten Applikationslandschaft Innovationen begünstigen

09. Februar 2021

Die Digitale Transformation stellt Unternehmen vor einige Herausforderungen: Eine Digitalisierungsstrategie entwickeln, zielführende Projekte identifizieren, neue Positionen schaffen und die Mitarbeitenden ins Boot holen. Dies bedeutet nicht nur ein Technologiewandel, sondern vielmehr oft auch ein Kulturwandel. Ein Wandel, durch den Sie die APP Unternehmensberatung ebenfalls gerne führt oder begleitet (Strategieberatung). 

Als grösster Bremsklotz dieser Veränderungen erweist sich häufig die bestehende IT, die auf über Jahren gewachsenen Strukturen und Systemen läuft. Diese zu betreiben kostet Unternehmen rund die Hälfte ihres IT-Budgets, oft auch mehr. Um Ressourcen in Innovationsprojekte stecken zu können, werden IT-Budgets jährlich erhöht. Ein weiterer Ansatz müsste jedoch sein, den Betrieb effizienter zu gestalten und starre, obsolete oder redundante Elemente abzubauen. Genau hier zeigt sich das grosse Potenzial eines Applikationsportfolios: Sie gewinnen eine klare Perspektive und erkennen so Optimierungs- und Einsparungsmöglichkeiten.

In 4 Schritten eine klare Perspektive gewinnen

1. Applikationsmanagement definieren
Im ersten Schritt soll definiert werden, was das Applikationsmanagement für das Unternehmen bedeutet. Welche Rollen beteiligen sich mit welchen Aufgaben am Management der Applikationen? Welche Informationen zu Anwendungen werden für das Ausführen der Aufgaben von den jeweiligen Rollen benötigt?

2. Applikationen inventarisieren
Die Erkenntnisse aus dem ersten Schritt sind die Grundlage für den zweiten: Das Inventarisieren der Applikationen. Die Informationen, die für Aufgaben im Kontext des Applikationsmanagements benötigt werden, geben die zu inventarisierenden Daten und Kennzahlen vor.

3. Abhängigkeiten erfassen
Für einen klaren Durchblick ist das Kennen der Abhängigkeiten im Applikationsinventar essenziell. Wurden die Schritte 1 und 2 gewissenhaft durchgeführt, ist zu diesem Zeitpunkt bereits definiert, welche Abhängigkeiten erfasst werden müssten und die Daten dazu stehen im Inventar zur Verfügung. Abhängigkeiten können in verschiedensten Ausprägungen benötigt werden: Beispielsweise ist das Kennen der Bedeutung einer Anwendung in businesskritischen Prozessen für ein gründliches Business Continuity Management wichtig oder werden Abhängigkeiten auf der Architekturebene benötigt, um Sicherheitsvorfälle zuverlässig behandeln zu können.

4. Nachhaltig pflegen
Um das Potenzial eines Applikationsportfolios langfristig ausschöpfen zu können, muss sichergestellt werden, dass die Daten aktuell gehalten werden. Idealerweise wird die Pflege in bestehende Prozesse integriert.

Durch die gewonnene Klarheit lassen sich Optimierungs- und Einsparmöglichkeiten identifizieren. Ein Applikationskatalog, entlang den Aufgaben des Applikationsmanagements mit den relevanten Kennzahlen inventarisiert, bietet den Ausgangspunkt, die Applikationslandschaft zu analysieren und auf verschiedenen Ebenen Optimierungspotenzial zu erkennen.

Auf 4 Ebenen Optimierungs- und Einsparungsmöglichkeiten erkennen

Funktional: Es soll geprüft werden, welche Funktionalitäten von mehreren Anwendungen ausgeführt werden. Eventuell könnten eine oder mehrere abgelöst und, wenn überhaupt nötig, Funktionalitäten in eine andere Anwendung überführt werden.

Technisch: Je mehr Sprachen und Plattformen im Einsatz sind, umso mehr Wissen muss die IT-Organisation pflegen und umso komplexer werden die IT-Strukturen. Durch Standardisieren und Vereinfachen der Applikationslandschaft werden Optimierungen und Einsparungen aus technologischer Sicht erreicht.

Operativ: Aus operativer Sicht ist das Applikationsportfolio das Instrument, das die am Applikationsmanagement beteiligten Rollen im Ausführen ihrer Aufgaben begünstigt und sie dabei mit den nötigen Informationen unterstützt. Durch das Bereitstellen der entsprechenden Daten in auswertbarer Form wird der Betrieb optimiert oder ein umfassendes Applikationsmanagement erst überhaupt ermöglicht: Ein Lizenzmanagement, ein Test- und Releasemanagement oder ein Business Continuity Management ist nur basierend auf einem korrekt, komplett und nutzbar inventarisierten Applikationskatalog möglich.

Finanziell: Viele obsolete und redundante Elemente werden regelmässig gewartet und aktualisiert. Durch den in einem Applikationsportfolio gewonnen Durchblick können Redundanzen identifiziert und verringert werden, was unnötige Kosten vermeidet. Die aussagekräftigen Kennzahlen des Applikationsportfolios ermöglichen weitere finanzrelevante Aussagen über die inventarisierten Anwendungen: Der geschäftliche Mehrwert, die Gesamtkosten und die Risiken einer Anwendung können bestimmt werden.

Mit ausgeschöpften Optimierungs- und Einsparungsmöglichkeiten wird eine harmonisierte IT-Landschaft erreicht. Dieses Abbauen von Komplexität und Heterogenität schafft Freiraum – Raum und Ressourcen für das Vorantreiben von Innovation.

Möchten Sie mehr über dieses spannende Thema erfahren oder wissen, wie die APP auch Sie bei einem herausfordernden Vorhaben unterstützen kann? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. 

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