Hackathon im Spital – den Patientenpfad sichtbar machen

07. April 2021

Nach einem persönlichen Austausch mit der Unternehmensentwicklung der Schulthess Klink war die Idee zu einem Hackathon geboren. Und auch die Wissenschaft durfte nicht fehlen: Unser langjähriger Partner, die Hochschule ZHAW, war ebenfalls mit an Bord.

Ein Hackathon ohne Softwareentwickler*innen?

Sieben Köpfe aus Praxis und Wissenschaft zielgerichtet zur Erarbeitung von Lösungen zu lenken, schien eine Herkulesaufgabe. Zudem befanden sich keine Softwareentwickler*innen in unseren Reihen, und gerade Programmierer*innnen machen doch einen Hackathon erst zu einem Hackathon? Nicht zwingend. Im Grunde besteht ein Hackathon aus dem Erkennen von Problemstellungen und lösen dieser. Bei einem Hackathon werden also innovative Projekte gestartet und ungewöhnliche Ideen/Lösungen entwickelt. Softwareentwickler*innen waren in unserem Fall keine notwendig, die Herausforderung war, gemeinsam Ergebnisse zu erzielen.

Innovationsmethode Design Thinking

Der Einsatz der Innovationsmethode Design Thinking war optimal. Denn Design Thinking erlaubt den Anwender*innen in interdisziplinären Teams zu verstehen, was Menschen in bestimmten Situationen tatsächlich benötigen, um dann für die entsprechende Situation eine Lösung zu schaffen (Crow et al., 2003). Dabei wird in einem wiederkehrenden Prozedere das Problem definiert (1), die Bedürfnisse erhoben (2), Ideen generiert (3), initial Lösungen erarbeitet (4) und anschliessend getestet (5). Die folgende Grafik illustriert diesen Ablauf:

Bild Innovationsmethode Design Thinking

Das hiess für unseren Hackathon: Wir trafen uns für einen zweitägigen Workshop*, definierten eine Problemstellung und erarbeiteten passende Lösungen. Schon am ersten Vormittag hatten wir uns geeinigt und uns folgender Problemstellung angenommen: Den Patientenpfad von der Internetrecherche für beispielsweise eine Meniskusoperation bis hin zum Austrittsgespräch nach einer Operation mit allen Kontakten zwischen Patient*in und Klinik sichtbar machen. In der Folge haben wir ein Werkzeug zur Identifizierung der Qualität und des Optimierungspotenzials der Kontaktpunkte entwickelt, sodass Verbesserungsvorhaben entlang des Patientenpfades priorisiert umgesetzt werden. Als Ergebnis ist das Whitepaper «Patient Experience als Erfolgsfaktor für Spitäler – eine Roadmap zur Optimierung der Patient Journey» entstanden.

* Die beiden Workshoptage konnten Mitte 2020 noch vor Ort unter Einhaltung der geltenden Coronamassnahmen in der Schulthess Klinik durchgeführt werden.


Quelle

Crow, R., Gage, H., Hampson, S., Hart, J., Kimber, A., Storey, L., & Thomas, H. (2003). The measurement of satisfaction with health care: Implications for practice from a systematic review of the literature. Health Technology Assessment, 6(32). Abgerufen von https://doi.org/10.3310/hta6320


Weitere Informationen

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    Fachbeiträge

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