Nachhaltigkeit hat viele Aspekte: Treibhausgasreduktion, soziale Gerechtigkeit – und eben auch: Daten und Software! Ein Pfeiler digitaler Nachhaltigkeit ist Open Source Software (OSS). Wir sehen Open Source im behördlichen Umfeld der Schweiz als ein aufsteigendes Paradigma. Hier ein paar Beispiele:

Neben den regulatorischen Grundlagen werden auch vermehrt konkrete Lösungen und Angebote für die öffentliche Verwaltung bereitgestellt, wie der Open-Source-Arbeitsplatz openDesk. Dieser wurde in Deutschland entwickelt und integriert eine Suite von Open-Source-Lösungen wie Groupware, Office Programme etc. OpenDesk macht uns also unabhängiger vom Quasi-Monopol Microsoft Office. Mittlerweile häufen sich Nachrichten über europaweites Interesse, neben der Schweiz auch aus Österreich, den Niederlanden und Frankreich. Offenbar wird dies auch in den Behörden wahrgenommen – die Open Source Studie Schweiz 2024 ergibt: Die Mehrheit der Befragten aus Verwaltung und Bildung sehen eine zunehmende Relevanz von Open Source.

Bei aller Euphorie, so ein Paradigmenwechsel geht nicht von heute auf morgen. Die Öffentliche Verwaltung ist wie eine riesige Konzernstruktur – sie ist zu Recht auf Stabilität und Langfristigkeit ausgelegt. Open Source im Public Sector betrifft schliesslich sehr diverse Interessengruppen, darunter die Wirtschaft, die Wissenschaft mit Forschung und Lehre und die gesamte Zivilgesellschaft. Sie alle bringen ihre Perspektiven und Expertise ein. Der öffentliche Sektor muss diese Interessen berücksichtigen und Inputs aktiv integrieren.

Nachhaltige Softwarenutzung beginnt bei der Beschaffung

Die Umstellung auf nachhaltige Software bedarf professioneller Begleitung. Hier sind spezialisierte Beratungsleistungen gefragt. Ein Aspekt ist der Einkauf von Software. In der konventionellen Beschaffung bezieht die Behörde als Konsument eine Lösung von einem Anbieter. Die Steuerungsmöglichkeiten als Konsument sind dabei oft begrenzt, je nach Marktmachtverhältnis. Es können übermässige Abhängigkeiten entstehen.

Bei Open Source Software wandelt sich der Bezug von Software eher zu einer Ökosystem-Pflege: Der Bedarfsträger kann mitgestalten und übernimmt Mitverantwortung für den Code. Das kann bis tief in die Lieferketten gehen. In Deutschland finanziert die Öffentliche Hand bspw. Open-Source-Basiskomponenten weltweit über den Souvereign Tech Fund. Diese Ökosystem-Pflege verlangt von Auftraggeberinnen mehr Engagement und auch Know-how darüber, wie Software eigentlich entsteht. Damit geht auch auf Behördenseite ein Kulturwandel einher.

Software folgt Prozess folgt Strategie, oder wie war das?

Die mit Open Source gewonnene Gestaltungsmöglichkeit wirkt positiv auf die interne Steuerung: Die Prozesse können optimiert werden, damit auch die Daten viel besser zwischen den einzelnen Stellen fliessen können. In der Praxis braucht es viel Konzept- und Abstimmungsarbeit, damit nicht nur technische Interoperabilität hergestellt wird, sondern auch fachlich und semantisch die Systeme zusammenpassen.

Schliesslich ist eine Software-Umstellung und damit verbundene Prozessoptimierung mehr als ein einmaliges Projekt. Sie muss strategisch verankert sein in festen Strukturen. Das gilt sowohl nach innen als auch nach aussen. Öffentliche Behörden brauchen Open-Source-Strategien, denn eine nachhaltige Umstellung unserer digitalen Arbeitsinstrumente betrifft alle Ebenen der Organisation.

So unterstützen wir Sie

Möchten Sie mehr über dieses spannende Thema erfahren oder wissen, wie wir auch Sie bei einem herausfordernden Vorhaben unterstützen kann? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Seit der Gründung 1977 ist Nachhaltigkeit ein leitendes Paradigma der APP:

  • Das Wachstum von Personal und Umsatz ist kontinuierlich, fair und organisch. Das belegen auch die Auszeichnungen als «Great Place to Work».

  • Die Aktien befinden sich nahezu vollständig im Besitz der Geschäftsleitung und der Mitarbeitenden. Unabhängigkeit ist damit verankert.

  • Es besteht seit mehreren Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit EcoVadis und ClimatePartner.

  • Die eigenen Nachhaltigkeitsberichte sind öffentlich transparent.

Auch im Kerngeschäft der Digitalisierungsberatung begleiten wir die Vorhaben unserer Kunden auf möglichst nachhaltige Weise. Mit der Begleitung von Ausschreibungen, Projektmanagement, Business Analyse, Prozessoptimierung, Changemanagement, Schulungen und Strategieberatung freuen wir uns, Schweizer Behörden bei ihrer Umstellung auf nachhaltige Open Source Software zu begleiten.

Dieser Artikel entstand aufgrund eines Kurzbeitrags von Clarisse Schröder zum Lancierungsevent der Open-Source-Studie Schweiz am 26. Juni 2024.

Diskutieren Sie im Fachforum Nachhaltigkeit mit uns und erfahren Sie im Plenum mehr über den Open-Source-Arbeitsplatz openDesk aus erster Hand.

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